Wissen Sie, was Ihre Mitarbeiter wissen?

Um Mitarbeitern die richtige Weiterbildung zu ermöglichen, sollten fehlendes Wissen und fehlende Kompetenzen vorab ermittelt werden. Wie gehen Unternehmen dabei vor?

Erst die richtigen Inhalte und Methoden sorgen dafür, dass die Weiterbildung nicht zum reinen Selbstzweck verkommt. Aber wie ermitteln Unternehmen den Lernbedarf ihrer Mitarbeiter? Welcher Mitarbeiter soll was lernen, welches Stellenprofil erfordert welche Kompetenzen? Das Bauchgefühl des Vorgesetzten sollte jedenfalls nicht die Entscheidungsgrundlage sein – obwohl dies laut Positionspapier „Digitales Lernen in Unternehmen“ des Unternehmensberaters KPMG durchaus gelebte Praxis ist, wenn auch in einem geringen Ausmaß. Damit die Weiterbildungsziele erreicht werden, sollte vorab der Wissensstand der Mitarbeiter erhoben werden. Der Entwurf einer Wissenslandkarte des Unternehmens kann fehlende Kompetenzen aufzeigen und als Ausgangspunkt für einen Maßnahmenplan dienen.

Die Ermittlung individueller Lernbedürfnisse will gelernt sein

Eine Umfrage von KPMG zeigt, dass Unternehmen am öftesten Umfragen (63 Prozent) und Schätzungen (63 Prozent) einsetzen, um Lernbedürfnisse zu erstellen. Auf Leistungsüberprüfungen (52 Prozent) und Leistungstests (32 Prozent) – also die deutlich direkteren und objektiveren Methoden, um individuelle Fähigkeiten einzustufen – greifen die Unternehmen seltener zurück. Auffällig ist, dass elf Prozent der Firmen den Lernbedarf ihrer Mitarbeitenden gar nicht evaluieren. Die Befragung wurde bei 68 – zum Großteil europäischen – Unternehmen durchgeführt, wobei jedes dieser Unternehmen zu den führenden seiner Branche gehört.

Flexibel auf dynamische Veränderungen reagieren

Unternehmen sind organische Komplexe, die sich kontinuierlich weiterentwickeln. Belegschaften und Arbeitsaufgaben verändern sich, die Lernziele müssen somit den veränderten Bedingungen angepasst werden. Ein Unternehmen wird kaum davon profitieren, Kompetenzlücken zu schließen, die es vor fünf Jahren hatte. Die Wissenslandkarte sollte daher regelmäßig aktualisiert werden. In diesem Zusammenhang ist es hilfreich, auch technische Kompetenzen zu beurteilen, um die richtige Lernform zu finden. Digitales Lernen bietet die Möglichkeit den Lernprozess in Ihrem Unternehmen zu erneuern.

Wer entscheidet nun, ob digitale Lernformate eingesetzt werden? Laut KPMG-Umfrage zum größten Teil die Personalabteilung (50 Prozent), gefolgt von der jeweils betroffenen Geschäftseinheit (36 Prozent). In neun Prozent der Fälle fällt die entsprechende Entscheidung die Führungsebene.

SAPIRO JETZT TESTEN UND DEMO-ACCOUNT ANLEGEN

Menü schließen