Neue Wünsche der Generation Y: Erfüllung und Weiterbildungsangebot schlagen Dienstauto und Co.

Produktivität und Qualität der Arbeit hängen stark davon ab, wie wohl sich die Mitarbeitenden in einem Unternehmen fühlen. Ein optimales Arbeitsklima schafft nicht nur die Rahmenbedingungen, damit Mitarbeitende ihre bestmöglichen Leistungen erbringen können, es ist für Unternehmen essentiell, um im war for talents langfristig zu bestehen. Der Konkurrenzkampf um begehrte Fachkräfte und die kreativsten Köpfe wird nämlich nicht mehr alleine mit hohen Gehältern oder anderen Sachleistungen entschieden.

Zufriedenheit und Loyalität durch Weiterbildung

Der Wandel der Arbeitswelt hat zu einem neuen Verständnis von Arbeit geführt, den vor allem die Generation Y verkörpert. Starre Bindungen an Arbeitszeit- und ort lehnt sie ab, stattdessen ist Flexibilität gefragt, damit Beruf und Privates unter einen Hut gebracht werden können. Für die in den Jahren 1980 bis 1995 Geborenen ist Arbeit zudem nicht mehr nur das Mittel, um den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Einer Studie des Zukunftsinstituts zufolge wollen 87 Prozent der so genannten Gen Y einen Job, der für sie persönlich sinnvoll und erfüllend ist. Nur eine gute Arbeitsatmosphäre und Zusammenarbeit im Team (90 Prozent) sind für sie noch wichtiger.

Die Gen Y gibt sich auch nicht mit einer abgeschlossenen Ausbildung zufrieden, sie setzt auf Lifelong Learning. Aus eigenem Antrieb sich permanent weiterentwickeln zu wollen, aber auch aus beruflicher Notwendigkeit. In unserer komplexen und sich immer schneller wandelnden Welt werden ständig zusätzliche Qualifikationen oder völlig neue Skills erforderlich. Die Gen Y sieht sich im „Permanent Beta“-Modus; in einem ständigen Prozess des individuellen Wandels und der steten Selbstverbesserung. Weiterbildung und Wissenstransfer gehören daher für sie zum Berufsalltag. Mit klugem Lernmanagement, Fortbildungs- und E-Learning-Angeboten können Unternehmen punkten, denn Weiterbildungsmöglichkeiten sind für 75 Prozent der Gen Y wichtig. Damit nehmen sie einen höheren Stellenwert ein als etwa viel Freizeit und Urlaub (58 % Zustimmung), überdurchschnittlich hoher Verdienst (55 %) oder zusätzliches Firmenequipment wie Diensthandy oder –auto (34 %). Zudem zeigt eine Deloitte-Umfrage eine Korrelation zwischen dem Gefühl, bei der Fortbildung zur Führungskraft unterstützt zu werden, und der Loyalität zum Unternehmen.

Und jetzt kommt die Generation Z

Weitaus weniger erforscht ist bislang das Mindset der gerade erst in den Arbeitsmarkt eingetretenen Generation Z, der vornehmlich die Jahrgänge 1997 bis 2012 zugerechnet werden. Prof. Dr. Christian Scholz ist sich aber sicher: „Diese neue Generation hat erkannt, dass die Träume der Älteren nur selten Realität werden.“ Was der Experte für Personal- und Informationsmanagement damit meint, ist etwa eine kritische Haltung gegenüber dem Work-Life-Blending der Gen Y. Die Gen Z will wieder mehr Struktur und eine klare Trennung zwischen Arbeitswelt und Privatleben, weil sie die vermeintliche Flexibilität als Dauerbereitschaft empfindet.

Das Employer Branding des Unternehmens ansprechend zu halten, bleibt also eine Daueraufgabe. Ganz im Sinne von Lifelong Learning und Permanent Beta.

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